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	<title>RADIO FFM</title>
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	<description>Das Webradio aus Frankfurt am Main</description>
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		<title>Bushido als Erdkundelehrer: Hauptstadtrapper steht auf Basisdemokratie</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 11:58:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiner Hänsel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuell]]></category>
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		<description><![CDATA[Rapper und Neu-Schauspieler Bushido ist auch Tierliebhaber, Basisdemokrat und Wehrdienstverweigerer. In einer Vertretungsstunde von SPIESSER – die Jugendzeitschrift gab der Hauptstadtrapper den Erdkundelehrer vor einer zehnten Klasse der Berliner Peter Ustinov Realschule. Dabei lernten die Schüler den Musiker mal anders kennen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Rapper und Neu-Schauspieler Bushido ist auch Tierliebhaber, Basisdemokrat und Wehrdienstverweigerer. In einer Vertretungsstunde von SPIESSER – die Jugendzeitschrift gab der Hauptstadtrapper den Erdkundelehrer vor einer zehnten Klasse der Berliner Peter Ustinov Realschule. Dabei lernten die Schüler den Musiker mal anders kennen. Ab Montag, 15. Februar 2010, erscheint die Unterrichtsstunde mit Bushido in der neuen SPIESSER-Ausgabe und online auf SPIESSER.de.<span id="more-44"></span></p>
<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_53" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><img class="size-medium wp-image-53 " title="bushido-7889" src="http://www.radio-ffm.de/wp-content/uploads/2010/02/bushido-7889-300x300.jpg" alt="" width="180" height="180" /><p class="wp-caption-text">Photo Kasskara, Quelle: Universal Music</p></div>
<p>Einstiegsthema der Stunde ist Bushidos Heimatstadt. „Ich liebe Berlin. Mit allem, was dazu gehört. Du kannst immer etwas finden, was dich stört“, so der 31-Jährige. Daher sein Rat an die Schüler: „Such lieber danach, was dir Freude bereitet.“ Bushido zum Beispiel mag Tiere und erinnert sich: „1989 war ich elf Jahre. Meine Mutter hat am Kottbusser geputzt, und mir gab sie dann 50 Pfennig. Damit bin ich Richtung Mauer gelaufen. Direkt an der Mauer, wo die Punker ihre Wohnwagen hatten, betrieben die auch so eine Art Streichelzoo.“ Weniger kuschelig wurde es für den Wehrdienstverweigerer allerdings, als er keinen Platz als Zivi fand. „Berlin is’ ja so ’ne In-Stadt geworden. Die Wirtschaft freut das vielleicht. Aber ich konnte als Kriegsdienst-verweigerer keine Zivi-Stelle finden, weil unsere werten Mitbürger aus Ostdeutschland so sehr nach Berlin gezogen sind, dass sie alle Stellen weggenommen haben“, erklärt er.</p>
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		<title>Jürgen Drews &#8211; Schlossallee</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 16:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiner Hänsel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
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		<description><![CDATA[Der ewig junggebliebene und dynamische Jürgen Drews feiert im April seinen 65. Geburtstag.Kaum zu glauben, aber wahr. Das Allroundtalent scheint offensichtlich das richtige Gespür für einen Super-Hit zu besitzen, denn mit &#8220;Ich bau Dir ein Schloss&#8221; schaffte er es nach 32 Jahren wieder in die Top Ten der deutschen Verkaufscharts. Mittlerweile hält sich dieser Song [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.radio-ffm.de/wp-content/uploads/2010/01/drews.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-62" title="drews" src="http://www.radio-ffm.de/wp-content/uploads/2010/01/drews-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der ewig junggebliebene und dynamische Jürgen Drews feiert im April seinen 65. Geburtstag.Kaum zu glauben, aber wahr. <span id="more-16"></span>Das Allroundtalent scheint offensichtlich das richtige Gespür für einen Super-Hit zu besitzen, denn mit &#8220;Ich bau Dir ein Schloss&#8221; schaffte er es nach 32 Jahren wieder in die Top Ten der deutschen Verkaufscharts. Mittlerweile hält sich dieser Song 14 Wochen lang in den Top 40.Schließlich haben seine Dauerbrenner &#8220;Ein Bett im Kornfeld (1976) und &#8220;Barfuss durch den Sommer (1977) schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Allerdings waren das nicht seine einzigen Charterfolge. Singles, wie z.B. &#8220;Du schaffst mich&#8221; (1979), &#8220;Wir ziehn heut abend aufs Dach&#8221; (1978), &#8220;Zeit ist eine lange Straße&#8221; (1973), &#8220;Irgendwann, irgendwo, irgendwie&#8221; (1989), &#8220;Mit dir sofort und ohne Ende&#8221; (1990), &#8220;Dieser Tag hat sovieles verändert&#8221; (1972), &#8220;Es ist kalt in meinem Zimmer&#8221; (1977), &#8220;Weil ich dich liebe&#8221; (1974), &#8220;So wie im Film&#8221; (1990), &#8220;Fass mich bloss nicht an&#8221; (1992), &#8220;Du wirst auch ohne mich leben&#8221; (1980), &#8220;Der arme Idiot &#8211; Flying trough the Air&#8221; (2005), &#8220;Wieder alles im Griff&#8221; (1999), &#8220;Hey! Amigo Charly Brown&#8221; (2001), &#8220;6 x 6 am Tag&#8221; (2002) und &#8220;Warum immer ich&#8221; (1994) waren ebenfalls in den Charts vertreten. Mit &#8220;Don´t want nobody&#8221; punktete er 1980 sogar in den Billboard Top 100 (USA).</p>
<p>Für seine Frau Ramona mag der musikalische Ohrwurm &#8220;Ich bau dir ein Schloss&#8221; eine willkommene Liebeserklärung sein. Wertschätzung und kleine Gesten stehen bei Jürgen Drews an erster Stelle. Ihm geht es nicht darum, wie groß und teuer etwas ist. Das zeichnet ihn aus. Er hat keine Starallüren, ist Mensch geblieben und lässt seine Fans an allem teilhaben. Ob in Deutschland oder auf Mallorca &#8211; er wird regelrecht umjubelt. Wenn er die Bühne betritt, geht die Party erst richtig los.</p>
<p>Viele sprechen derzeit von einem großen Comeback. Ein TV-Comeback gab es sicherlich, aber Jürgen Drews war nie weg. Immerhin hat er als &#8220;König von Mallorca&#8221; ganze Publikumsmassen mit der Vielzahl seiner Songs begeistert.</p>
<p>Am 05.02.2010 kam das neue Album &#8220;Schlossallee&#8221; in den Handel. Und damit gleich alle Bescheid wissen: Monopoly spielen ist out, denn jetzt wird die &#8220;Schlossallee&#8221; zum musikalischen Überflieger.</p>
<p>Los gehts mit dem Fetenkracher &#8220;Ich bau dir ein Schloss&#8221; im Wolkenmix. &#8220;Ich bau dir ein Schloss&#8221; &#8211; ein wahrhaftiger Kultsong für jung und alt. Weitere Hitkandidaten sind u.a. &#8220;Über uns ist nur der Himmel&#8221; und &#8220;Rette mich, wer kann (SOS)&#8221;.</p>
<p>Soviel sei schon mal verraten: Kurt Kokus jun. schrieb gemeinsam mit Gottfried Kalenberg und Reiner Hömig (Ex-Komponist von Wolfgang Petry), der für &#8220;Ich bau dir ein Schloss&#8221; zuständig war, Musik und Text zum Titel &#8220;Über uns ist nur der Himmel&#8221;. Dieser Song hat alle Chancen die nächste Singleauskopplung werden.</p>
<p>Glamourös geht es mit &#8220;Wir mieten Venedig&#8221; weiter. Schon allein beim Intro von Arndis Halla (Appassionante) gerät jeder Klassikfan ins Schwärmen. Diese einzigartige raffinierte Kombination verpackt mit Jürgen Drews deftigen Beat, vermag so manchen Zuhörer regelrecht zu berauschen. &#8220;Abgestürzt&#8221; verblüfft wiederum durch Genialität. Das lässt sogar alle Pupo Fans, die schon &#8220;Sempre Tu&#8221; aus dem Jahre 1996 mochten, voller Freude total in die Luft springen.</p>
<p>&#8220;Halleluja&#8221; und &#8220;Das große Los&#8221; sind für jede Discofoxparty bestens geeignet. &#8220;Gloria&#8221; war zwar schon auf dem am 07.09.2007 erschienenden Album &#8220;Glanz und Gloria&#8221; drauf, aber ich finde das dieser Klassiker von Nik P. einfach dazugehört. QVC Moderator Sascha Heyna wird bestimmt im Freudentaumel sein, das ein großer gestandender Künstler, der schon viele Jahre auf der Bühne steht, aus seinem &#8220;Ich bau dir ein Himmelszelt&#8221; einen fetzigen Discokracher &#8220;Ich schenk dir ein Himmelszelt&#8221; gemacht hat. &#8220;Vielleicht bin ich blöd&#8221;, &#8220;Lass mich rein in deine Arme&#8221; und &#8220;Ich bin der König und du die Königin&#8221; besitzen ebenfalls ein gutes Potential sich als Hit-Single durchzusetzen.</p>
<p>In seinem Liveprogramm steht &#8220;Spiel noch einmal dein Lied nur für mich&#8221; hoch in der Gunst seines Publikums. Neu abgemischt erstrahlt dieser Song wieder auf dem Album &#8220;Schlossallee&#8221;. Und damit wir alle nach diesem gigantischen Hitereignis einen Gang runterschalten, gibt es für alle Romantiker die Ballade der ewigen Liebe.</p>
<p>&#8220;Schlossallee&#8221; ist wohl der bemerkenswerteste Tonträger mit enormen Hitpotential. Ein Lob an die Macher, denn die haben wirklich ein gutes Händchen bei den 14 Auswahlstücken bewiesen. Jürgen Drews bereitet uns mit seiner &#8220;Schlossallee&#8221; wahre Freude. Wer die &#8220;Schlossallee&#8221; beim Monopoly spielen besitzt, kann sich glücklich schätzen, denn sie ist die teuerste Straße. Die &#8220;Schlossallee&#8221; von Jürgen Drews gibt es wesentlich billiger im Handel. Sie werden den Kauf mit Sicherheit nicht bereuen. Lauft los und greift zu. Ein Hoch auf Onkel Jürgen &#8211; You are the Best.</p>
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		<title>Juliana Aquino &#8211; DISCO [meets] BOSSA: Disco-Klassiker im eleganten Bossa Nova Style</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 16:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heiner Hänsel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Disco meets Bossa"? Klingt nach elektrifizierter Bossa Nova, nach frisiertem Soft-Samba für den Dancefloor. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-full wp-image-47 alignleft" src="http://www.radio-ffm.de/wp-content/uploads/2010/01/685e862e0af6a6b2634c45444e2b967d_g.jpg" alt="" width="240" height="242" />Disco meets Bossa&#8221;? Klingt nach elektrifizierter Bossa Nova, nach frisiertem Soft-Samba für den Dancefloor. <span id="more-4"></span>Oder vielleicht nach einem Aufguss der um die Jahrtausendwende so erfolgreichen Brazilectro-Welle? Weit gefehlt! Juliana Aquino repräsentiert nichts von alledem. Das macht die Frage nach dem tieferen Sinn ihres Albumtitels DISCO [meets] BOSSA nur noch spannender. Dabei ist die Lösung denkbar einfach: Die imaginäre Spiegelkugel im Titel dieser Produktion aus Brasilien steht als Referenz für das „historische“ Ausgangsmaterial. Juliana Aquino hat sich nämlich mutig und auf charmanteste Weise mit überlebensgroßen Partyklassikern wie „I Will Survive“, „Staying Alive“, „Could It Be Magic“ und acht weiteren Welthits der Disco-Ära auseinandergesetzt. Das Resultat ist die ebenso kongeniale wie glückliche Vereinigung zweier Gegensätze: Die leise, intime Bossa Nova umarmt die grellen, schnellen Disco-Stomper auf sanfte, geradezu liebevolle Art. Die leise Ironie hinter dieser geglückten Fusion: Das ältere Genre verpasst dem jüngeren eine Frischzellenkur, nimmt den Partykrachern den Wind aus den Segeln, um ihnen zugleich neues Leben einzuhauchen. Und plötzlich entdecken wir die vielfach überhörten Gassenhauer als das wieder, das sie eben auch sind: Songperlen von hohem Rang. Schliesslich standen hinter den Discostars und Sternchen oft noch größere Autoren wie Barry Manilow, Ashford &amp; Simpson oder die Philly-Sound-Hitschreiber Gamble and Huff.</p>
<p>Auf ihrem sorgfältig vorbereiteten Coming Out als Solistin von internationalem Format versammelt Juliana Aquino für DISCO [meets] BOSSA ihre ganz persönliche Lesart von elf großen Hits aus den späten 70er und frühen 80er Jahren. In kongenialer Zusammenarbeit mit ihrem Produzenten und Ehemann Tuta Aquino, der bereits für Madonna, Janet Jackson und Duran Duran arbeitete, verpasst sie Nummern wie &#8220;Never Knew Love Like This Before&#8221; oder &#8220;Love Is In The Air&#8221; neue, unaufgeregte (bei genauerem Hinhören jedoch um so spektakulärere) Arrangements. Mit tatkräftiger Unterstützung ausgesuchter Musiker gelingt es der Sängerin, den US-amerikanischen Vorlagen eine gehörige Portion brasilianisches Flair einzuhauchen. In der drei Jahre währenden Produktionszeit luden die Aquinos eine beeindruckende Riege brasilianischer Begleitmusiker zu den Aufnahmen ins Studio. &#8220;Disco Bossa&#8221; kann so namhafte Gäste wie Sänger Wilson Simoninha, Gitarrist und Songwriter Celso Fonseca oder Saxofonist Leo Gandelman vorweisen.</p>
<p>Dabei hat das Team um Juliana den Tracks eben keinen zeitgemäßen Housebeat untergejubelt, was allzu häufig schon praktiziert wurde. Vielmehr verlegt Aquino den skandalumwitterten Tanztempel Studio 54 aus New York an die Copacabana &#8211; in ein südamerikanisches Open-Air-Ambiente, vorzugsweise an den Sandstrand, wo abends ein angenehm laues Lüftchen weht. Hier erhalten die schweißtreibenden Discoklassiker einen coolen und ausgesprochen sinnlichen Touch aus Südamerika. Die rhythmische Grundierung der Adaptionen basiert auf einer ausgefeilten Melange aus Bossa Nova und Samba, das Feeling ist beschwingt und unbeschwert. Die Interpretation klingt manchmal fast jazzig &#8211; etwa im Opener &#8220;Don&#8217;t Let Me Be Misunderstood&#8221;. Diese virtuos re-arrangierte Nummer von Santa Esmeralda, wurde übrigens erstmals lange vor der Disco-Ära eingesungen. Keine Geringere als Nina Simone lieh dieser Komposition 1964 ihre Stimme. Wenige Monate zuvor hatte die Bossa Nova aus Rio die Welt in Gestalt des legendären &#8220;Girl From Ipanema&#8221; erobert. Aquinos superbe Interpretation bringt &#8220;Don&#8217;t Let Me Be Misunderstood&#8221; gewissermaßen back to the roots. Nicht von ungefähr wurde Aquinos neue Version von TV Globo zur tragenden Melodie einer brasilianischen Telenovela mit dem Titel &#8220;Páginas Da Vida&#8221; (Seiten des Lebens) auserkoren.</p>
<p>Die Idee zu DISCO [meets] BOSSA reifte mehrere Jahre. Anfang der 90er Jahre startete Juliana Aquino ihre Karriere zunächst als Background-Sängerin in ihrer Heimatstadt Salvador Da Bahia. Sie stand mit Banda Beijo im Studio, unterstützte den Sänger Ricardo Chaves oder bestritt Live-Auftritte an der Seite von Superstar Ivete Sangalo. Der Musik ihrer Heimat blieb die Sängerin aus Bahia auch in New York verbunden, wo sie 1994 ihre Hochzeit mit dem Produzenten Tuta Aquino feierte und sechs Jahre an der Seite ihres Ehemannes verbrachte. Auftritte in New Yorker Clubs brachten ihr positive Kritiken in der New York Times, den Daily News oder Time Out (&#8220;Juliana Aquino überraschte das Publikum mit ihrer weichen und sinnlichen Stimme&#8221; &#8211; New York Times). Zur Jahrtausendwende jedoch entschloss sich die Sängerin, nach Brasilien zurückzukehren, um ihre Laufbahn mit frischem Elan in Angriff zu nehmen. Während einer Stippvisite in Salvador hatte sie bereits 1998 beim &#8216;Carnaval da Bahia&#8217; den MPB-Veteranen und heutigen Kulturminister Brasiliens Gilberto Gil begleitet. Aquinos Album konnte also erst mit den in den USA gesammelten Erfahrungen und Eindrücken entstehen.</p>
<p>DISCO [meets] BOSSA &#8211; was drauf steht, ist also tatsächlich auch drin. Spielend hat Aquino die Songs dabei aus ihrem angestammten Kontext gelöst. Jede einzelne Version enthält eine neue Überraschung. Sie entdeckt in Klassikern wie &#8220;Stayin&#8217; Alive&#8221; von den Bee Gees oder Gloria Gaynors &#8220;I Will Survive&#8221; – zwei Überhits aus dem Jahr 1977 – ungeahntes rhythmisches Potenzial. Geschmackvolle Arrangements mit jazzigen Pianoklängen und akustischen Gitarrenakkorden verwandeln die extrovertierten und euphorischen Discoklassiker in subtile, manchmal regelrecht melancholische Bossa-Nova-Perlen. Mit ihrer nuancenreiche Stimme verleiht Juliana den Tanzklassikern dabei eine ungeahnte Tiefe und entreisst sie somit dem oberflächlichen und funktionalen Dance-Genre. Statt lediglich als Mittel zum Zweck zu dienen, erfahren die Hits von einst in Aquinos Adaption eine substanzielle Aufwertung. Dabei tappt sie keineswegs in die Retro-Falle. Chaka Khans &#8220;I&#8217;m Every Woman&#8221; erhält einen ausgewogenen Electro-Bossa-Touch, während die atmosphärischen Gesangsparts den souligen Charakter des Originals unterstreichen. Damit entpuppt sich das Album in seiner Gesamtheit als liebevolle Hommage an die Songs an sich. Aus Respekt vor den Vorlagen verzichtet Juliana Aquino auf eine Übersetzung der Texte ins Portugiesische. Soviel Originalität muss sein. Der besondere Effekt von Julianas Scheibe liegt also im Überraschungsmoment bzw. in der Tatsache, dass so mancher Knaller nun geläutert daherkommt – „stripped to the bones“ sozusagen, reduziert auf das Wesentliche: seine Melodie und den Text. Und plötzlich beginnt man zu entdecken, dass in diesen Songs ein deutlich größeres Potenzial steckt, viel mehr als schnöder Knalleffekt und Reiz-Kaskade für ekstatisch sich verausgabende Tänzer. Juliana Aquino schafft die perfekte Vereinigung von Disco und Bossa, indem sie den Vorlagen in punkto Harmonie, Melodie und Rhythmus den gebührenden Respekt zollt und ihnen zugleich ihre ganze liebevolle Aufmerksamkeit zuteil werden lässt.</p>
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